Fachtagung "Sag mir zuerst, wie alt Du bist"

Identitätsentwicklung und -krisen  bei jungen Menschen mit Intelligenzminderung

Pädagogisch-therapeutische Hilfen  im Kontext der Inklusionsdebatte

Fachtagung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugend- und Sozialämtern, Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege, niedergelassene Therapeuten, Eltern und weitere Interessierte.

Zeit: Mittwoch, 28. März 2012, 9.00 bis 16.30 Uhr

Tagungsort: Liebenau, Schloss und Gallussaal

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis spätestens 24. Februar 2012 mit dem
Leitet Herunterladen der Datei einAnmeldeformular, telefonisch, per E-Mail oder per Fax an:

St. Gallus-Hilfe Kinder, Jugend und Familie
z. H. Petra Sterk
Hegenberg 1
88074 Meckenbeuren
Telefon: 07542 10-2401
Telefax: 07542 10-2407
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailpetra.sterk(at)st.gallus-hilfe.de

Tagungsbeitrag (incl. Verpflegung):
Für Teilnehmende aus Institutionen: 40 Euro, für Selbstzahler und Eltern: 25 Euro.

Tagungsthema

Sag mir erst wie alt Du bist…

Die Stiftung Liebenau bietet in ihren Tochtergesellschaften differenzierte Hilfen an für junge Menschen, deren Teilhabe aufgrund einer Intelligenzminderung erschwert oder gefährdet ist. Ihre Adoleszenz verläuft meist krisenhafter als die anderer Jugendlicher. Dies ist unter anderem auch mitbedingt durch eine immer wieder anzutreffende Identitätskrise, zu der die Diskrepanz der kognitiven, emotionalen und körperlicher Entwicklung beiträgt.

Nicht zuletzt angesichts der Inklusionsdebatte möchten wir im Rahmen einer Fachtagung unsere eigene Praxis überprüfen und Bedingungen erörtern, die diesen jungen Menschen helfen können, mit ihren Voraussetzungen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit heranzureifen.

Tagungsprogramm

9.15 Uhr Anmeldung mit Brezelfrühstück
9.45 Uhr Begrüßung Prälat Michael H. F. Brock,<br />Vorstand Stiftung Liebenau<br />Einführung Christoph Gräf,<br />Koordinator Liebenauer Netzwerk Familie
10.00 Uhr „Wie werde ich, der ich bin?“<br />Über das Aufwachsen junger Menschen heute<br />Prof. Dr. Andreas Lange, Hochschule Ravensburg-Weing.
11.15 Uhr Identität bei Menschen mit geistiger Behinderung<br />Prof. Dr. Theo Klauß, Pädagogische Hochschule Heidelberg
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Fachforen
15.30 Uhr Schlussgespräch: „Kein Kind darf verloren gehen … <br />Anforderungen aus der Begegnung und Arbeit mit<br /> jungen Menschen, deren Teilhabe zu scheitern<br /> droht.
16.15 Uhr Ausklang mit Kaffee und Kuchen

Fachforen

Forum 1:
„Wie soll es jetzt weitergehen?“  Frühe Hilfen für Eltern und Kinder

Wann sollten frühe Hilfen einsetzen und was können sie leisten? An konkreten Angeboten der Stiftung Liebenau für junge Familien werden Möglichkeiten und Grenzen früher Hilfen aufgezeigt.

Sylvia Unseld, Dipl. Heilpädagogin, Familientherapeutin, Leiterin Frühförderung und Fachdienst Teilhabe, Öffnet externen Link in neuem FensterSt. Gallus-Hilfe

Katharina Kraft, Fachärztin für Kinder und Jugendmedizin, Therapeutische Leiterin der Eltern-Kind-Station der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Abteilung der Öffnet externen Link in neuem FensterSt. Lukas-Klinik

Forum 2: 
„Jedes Kind ist anders“ Bedingungen einer inklusiven Bildung

Welche Bedingungen und Anstrengungen bedarf es, damit Kin¬der und Jugendliche mit Teilhabeerschwernissen im Regelkindergarten und der Regelschule ihre eigene Identität positiv erleben können. Erfahrungen und Spannungsfelder aus der inklusiven Bildungsarbeit werden aufgezeigt und diskutiert.

Doris Hog, Diplom-Heilpädagogin, Koordinatorin Fachdienst Teilhabe,
Christian Urff, Sonderschullehrer Öffnet externen Link in neuem FensterDon Bosco Schule


Forum 3:
„Wir halten Dich (aus)“ Der Beitrag stationärer Hilfen zur Erziehung und Teilhabe

Stationäre Hilfe zur Erziehung und Teilhabe werden für junge Menschen dann nachgefragt, wenn ihre persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe  mit den bisherigen Hilfen in ihren Alltagsbezügen nicht mehr gesichert werde kann.  Kann die Sonderwelt “Heim“ junge Menschen zur Teilhabe am „richtigen“ Leben befähigen? Im Workshop werden Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen aufgezeigt und diskutiert.

Stephan Becker, Heilpädagoge und Systemischer Berater,
Gerhard Unger, Heilpädagoge
beide im Fachdienst der stationären Jugend- und Eingliederungshilfe der Öffnet externen Link in neuem FensterSt. Gallus-Hilfe

Forum 4: „Familie tut gut“ Stärken und Ressourcen von fachlich  begleiteten Pflegefamilien

Vorgestellt werden das Konzept des Betreuten Wohnens in Familien sowie die Rolle und das Tätigkeitsprofil des begleitenden Fachdienstes. Außerdem werden identitätsfördernde Prozesse in Pflegefamilien erörtert.

Franz Walter, Diplom-Pädagoge, Leiter des Fachbereichs Ambulante Dienste der Öffnet externen Link in neuem FensterSt. Gallus-Hilfe


Martina Metzler-Weissenrieder, Heilpädagogin/Systemische Familientherapeutin, Fachliche Begleitung von Pflegefamilien im Rahmen des Betreuten Wohnens in Familien der Öffnet externen Link in neuem FensterSt. Gallus-Hilfe

 

Forum 5: „Wege aus der Krise“ Der Beitrag der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Ausgehend von einer Falldarstellung sollen die Möglichkeiten wie auch die Schwierigkeiten und Grenzen dessen diskutiert werden, was die Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Entwicklung eines positiven Weges aus juvenilen Krisen beitragen kann.

Stefan Meir, Psychologischer Psychotherapeut, Leitender Psychologe der Psychiatrischen Institutsambulanz der Öffnet externen Link in neuem FensterSt. Lukas-Klinik

Alfons Ummenhofer, Heilpädagoge, Systemischer Familientherapeut, der Öffnet externen Link in neuem FensterSt. Lukas-Klinik


Forum 6: Junge Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen als Herausforderung im Übergang Schule-Beruf.

Junge Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen als Herausforderung im Übergang Schule-Beruf. Fakten, Wege und Angebote in der Arbeit mit Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen im Übergang Schule-Beruf werden präsentiert und die Arbeit konkret an Fallbeispielen lebendig dargestellt.

Gabriele Schneider, Psychologin (B.S.), arbeitet seit Jahren mit jungen Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen, Trainings und Coaching, Mitarbeit im Kompetenznetzwerk Autismus Oberschwaben-Bodensee

Dr. med. Stefan Thelemann, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Traumatherapie, Suchtmedizin, Betriebsarzt, Leitung Fachdienst Diagnostik & EntwicklungÖffnet externen Link in neuem Fenster Berufsbildungwerk Adolf Aich, Mitarbeit im Kompetenznetzwerk Autismus Oberschwaben-Bodensee

 

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